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1. April um 15:18

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"Comme on attend le printemps" von Anthony Meyer wird diesen Sommer veröffentlicht. Der Anniviard ist der Autor eines Romans und braucht ihre Unterstützung. Nehmen Sie am Crowdfunding auf https://www.lokalhelden.ch/printemps-livre teil und helfen Sie Anthony, seinen Roman zu veröffentlichen.

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Der Buchverlag feiert sein 5-jähriges Jubiläum und blickt auf eine ereignisreiche Zeit zurück. Wir freuen uns auf die nächsten 5 Jahre. Zur Feier gewähren wir den ganzen Monat Februar 50% Rabatt auf ausgewählte Bücher in unserem Shop. Ein Besuch lohnt sich! www.livrevalais.ch

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Wie werde ich als professionelle Kulturschaffende anerkannt?

Dieses Merkblatt legt die allgemeinen und spezifischen Kriterien fest, die es für verschiedene Bereiche erlauben, eine Person als „professionelle Kulturschaffende“ anzuerkennen. Ein Fachwörterverzeichnis erklärt ausserdem den Gebrauch von wichtigen Ausdrücken.

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Carina Pousaz

Weite Versuchsfelder

Carina Pousaz strahlt eine Schönheit aus, die man nicht geschenkt bekommt. Ihr Gesicht und ihr Körper stellen Versuchsfelder dar. Instrumente, von denen sie genau weiss, was sie damit ausdrücken kann. Und wenn sie nur sich selbst ist und keine Rolle spielt, ist ihr Gesicht beseelt von einer leisen Zärtlichkeit.

Carina Pousaz kennt keine Berührungsängste. Menschen darzustellen, die nicht auf der Sonnenseite des Lebens stehen, ist für sie kein Problem. Im Gegenteil. Aber das Spiel mit dem Gedanken, sie auf die Rolle der ungelenken Verlierer zu abonnieren, kann man gleich sein lassen. Denn die Künstlerin kann viel mehr. Ihre unglaubliche Wandelfähigkeit wird einem spätestens dann klar, wenn man gesehen hat, wie sie als grazile Akrobatin im Vertikaltuch spektakuläre Figuren zeigt. Instinktiv scheint sie zu wissen, wie Bewegungen funktionieren. Unabhängig davon, welche Rolle sie gerade spielt.

„Auf der Bühne kann ich mir Freiheiten nehmen, die ich im ‚normalen Leben‘ nicht habe“, sagt Carina Pousaz. Menschen nachahmen, das mochte die Bewegungsschauspielerin schon als Kind. „Für meine Mutter war es nicht immer angenehm, wenn ich auf der Strasse Leute imitiert habe“, lacht sie. „Aber auf der Bühne bekomme ich dafür sogar Applaus.“

Ihre Fähigkeit genau hinzuschauen und zu beobachten, war richtungsweisend für ihren beruflichen Werdegang. Carina Pousaz entschied sich nach der Handelsmittelschule für Sportler und Künstler für den Besuch der Scuola Teatro Dimitri in Verscio. „Ich bin aber kein Clown“, beeilt sie sich anzufügen. Wer an der Schule des bekannten Clowns bestehen will, muss einiges meistern. Von den hunderten Bewerbern, die jedes Jahr eine Anmeldung an die Tessiner Schule schicken, werden höchstens zwölf aufgenommen. „Längst nicht alle, die diese Ausbildung beginnen, erhalten am Schluss den Bachelor in Bewegungstheater“, betont die Visperin. Akrobatik, Musik, Schauspiel, Gesang und weitere Bereiche der darstellenden Kunst werden hier unterrichtet. „Die Ausbildung ist hart. Physisch und psychisch kommt da jeder irgendwann an seine Grenzen“, blickt sie auf die anstrengende Zeit zurück. Aber dank dieser fundierten Schulung wirkt alles, was Carina Pousaz auf der Bühne zeigt, leicht und selbstverständlich.

Gleich nach der Ausbildung wurde sie  von der „Company Banality Dreams” aus Berlin  für das Maskenspiel „Marietta chez les clown” und das Stück „The Precison of Freedom” engagiert. Wie es sich anfühlt, auf Tour zu sein, erlebte sie mit der internationalen Company Zenzero, deren Gastspiele sie durch ganz Europa führte. Die Truppe setzte sich ausschliesslich aus Schulabgängern der Scuola Teatro Dimitri zusammen. Ein wahres Feuerwerk aus absurden, lustigen, tragischen und komischen Situationen zauberten sie jeweils auf die Bühne.

Die Vielseitige vertiefte sich in den folgenden Jahren in die Arbeit als Dozentin und Choreografin. Für den Zirkus Shanju in Ecublens unterrichtete sie Luftakrobatik und Improvisationstheater. Nebenbei kreierte sie Luftnummern für die Company Shanju. Mit Jennifer Skolovski und der Compagnie Digestif war sie im Jahr 2013 erfolgreich mit dem Stück „Abricotine, Cocaïne, Guillotine“ unterwegs. Die beiden Berufskolleginnen scheuten nicht davor zurück, mit diesem Stück die Gesellschaft kritisch zu beleuchten.

Ein weiteres Projekt der beiden stellen die Zirkuswochen für Kinder im Pfynwald dar. „Wir unterrichten die Kinder in Akrobatik, Reiten, Bewegung und Tanz. Zudem lehren wir sie Tricks mit Pferd oder Hund“, erzählt die 28-Jährige. Ihre lebhafte Mimik und Gestik verrät die riesige Begeisterung für diese Tätigkeit. „Alle Sinne der Kinder werden angesprochen und wir bieten ihnen zudem einen spielerischen und erlebnisreichen Zugang zum Wald und zur Tierwelt.“ 

Unvergesslich auch Carina Pousaz‘ Auftritt als Wolf im Sück „Tal der Schurken“, bei dem sie zusammen mit Regula Imboden auf der Bühne stand. Bei dieser Auseinandersetzung mit dem Wallis und seiner Geschichte bleibt nichts beständig, alles ist im Umbruch.

Alles im Umbruch, das trifft auch auf die berufliche Tätigkeit der talentierten Darstellerin zu. Carina Pousaz ist sich sehr bewusst, dass sie einen Beruf ausübt, der einiges von ihr abverlangt. Dazu gehören die körperlichen Höchstleistungen, die sie immer wieder erbringen muss. „Die Akrobatik am Vertikaltuch zum Beispiel ist wie Spitzensport. Das kann ich nicht machen bis ich 100 Jahre alt bin“, sagt sie. Zudem müsse man als Künstlerin immer mit der Ungewissheit leben, ob man auf dem Markt noch gefragt sei. Ein zweites Standbein im Unterricht und in einem Gesundheitsberuf aufzubauen sei für sie deshalb in Ordnung. Die künstlerische Tätigkeit hat jedoch klar Vorrang. „Die Reaktionen des Publikums bedeuten mir viel zu viel, als dass ich darauf verzichten könnte“, betont sie. Und zudem rege sie mit ihrer Arbeit immer wieder zu Überlegungen und Diskussionen an. „Dafür lohnt sich das intensive Engagement“, ist Carina Pousaz überzeugt. 

Carina Pousaz
carina.pousaz@bluewin.ch

Erschienen: Oktober 2015
Text: Nathalie Benelli
Fotos: © Valérie Giger

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Die Künstlerporträts von Kultur Wallis

Die Vielfalt der Walliser Natur schlägt sich auch in der Vielfalt der Walliser Kulturlandschaft nieder. Dies ist auf die beseelte Arbeit der Walliserkunstschaffenden in den verschiedensten Kunstsparten zurückzuführen. Die Künstlerporträts zeigen das Werken und Leben dieser Persönlichkeiten.

Foto ©: Sebastian Magnani / Plattform Kultur WallisFoto ©: Sebastian Magnani / Plattform Kultur Wallis

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Barbara Seiler © Diana Pfammatter Barbara Seiler © Diana Pfammatter

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Marco Nicolas Heinzen ⒸValerieGIGER / Kultur WallisMarco Nicolas Heinzen ⒸValerieGIGER / Kultur Wallis

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