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Die Walliser Kantonsmuseen widerspiegeln die Reichhaltigkeit der Walliser Geschichte, Natur und Kunst! Alle drei Museen liegen in der Nähe der Basilika von Valère und sind zu Fuss vom Bahnhof...

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Als Künstlerin beschäftigt sich Maria Ceppi seit Jahren mit der Poesie des Alltäglichen, die in den unscheinbarsten Gegenständen schlummert. Helden ihrer Geschichten sind All- tagsobjekte, die zusammengesetzt, aneinandergekoppelt zu charakteristischen Kunstobjekten werden.

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Pro Helvetia bietet per 1. Juni 2024 oder nach Vereinbarung eine Praktikumsstelle Kommunikation für 6 bis 9 Monate (80% ) an. Mehr Infos unter https://bit.ly/3umbfLk oder im PDF unten

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Wie werde ich als professionelle Kulturschaffende anerkannt?

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Tätigkeitsbericht 2022-2023Tätigkeitsbericht 2022-2023

Tätigkeitsbericht 2022-2023

Pierre-André Thiébaud

Den Kopf in den Wolken, die Füsse auf dem Boden

Ein Kulturpreis ist immer auch eine Anerkennung einer Karriere. Das ist bei Schauspielern, Filmschaffenden oder Kameramännern genau gleich. Es gibt viele Preise für den besten Schauspieler, den besten Film,  den besten Nebendarsteller, aber wenige zeichnen Produzenten aus. Umso besser, dass der Produzent Pierre-André Thiébaud den Kulturpreis des Staates Wallis 2017 erhalten hat. Ein Preis zur Krönung einer einzigartigen Laufbahn.

Der Mann beeindruckt nicht nur durch seine Gestalt. Vielmehr Gewicht haben die Klarheit seiner Gedanken und Worte und sein grosses Engagement. Damit die Kunst gedeihen kann, braucht es Menschen, die bereit sind, sich um die finanziellen Aspekte zu kümmern. Pierre-André Thiébaud schlägt sich «auf die Seite des Teufels, der das Geld verwaltet», sagt er lachend. Er weiss wie und wo die Mittel zu beschaffen sind, um einen Film zu realisieren. Tätigkeiten, die nicht immer ohne Stress auszuführen sind und die auch mal schlaflose Nächte zur Folge haben.

Oft wird die Arbeit eines Produzenten, der eng mit einem Regisseur zusammenarbeitet, unterschätzt. «Wir denken uns ein Szenario aus, passen es an, um die Realisierung zu vereinfachen, kritisieren die Filmbearbeitung und am Ende sind wir der erste Zuschauer des Films», erklärt uns Pierre-André Thiébaud die Rolle der Produzenten.  Aus einem alchemistischen Prozess zwischen Regisseur und dem Filmstab entsteht ein gemeinsames Werk. Damit dieses Team gut funktionieren kann, bedarf es eines Katalysators. «Ich wähle ein Projekt anhand einer Idee, eines Gefühls oder einer Intuition. Filme sollten Emotionen wecken und zu den Menschen sprechen. Man muss den Kopf in den Wolken haben und die Füsse auf dem Boden.»  

Pierre-André Thiébauds Imaginationskraft wurde in seiner Jugend gestärkt. Den Sommer verbrachte er damals mit seiner Familie in einer Alphütte im Vallon de Réchy. «Dieser Zauber begleitet mich immer noch und ich liebe es, Geschichten zu erzählen», verrät er uns.  
Für ihn wurde bald einmal klar, dass er eine künstlerische Laufbahn einschlagen würde. Er meldete sich im INSAS (Institut Supérieur des Arts du Spectacle) in Brüssel an. Im zweiten Studienjahr produzierte er bereits einen längeren Film. Danach brach er das Studium ab. «Ich konnte dort nichts mehr lernen. Das hatte nichts mit Arroganz zu tun, ich wollte nur am richtigen Ort, zur richtigen Zeit sein.»

In dieser Zeit erlebte der Schweizer Film seine Hochblüte mit Alain Tanner, Claude Goretta, und Michel Soutter. Regisseure gab es genug und was sollte aus denjenigen werden, die frisch aus den Filmschulen kamen? Pierre-André Thiébaud suchte eine Karriereberatung auf und orientierte sich im sozialen Bereich. Er machte eine Ausbildung zum Heilpädagogen in Genf. Fünf Jahre leitete er anschliessend das Zentrum «Contact» (Stiftung für Suchthilfe) in Sitten, ein Treffpunkt, der auf Kreativität basierte. «Dieser Raum beinhaltete eine Galerie, ein Lederatelier, eine selbstfinanzierte Zeitschrift und ein Astrologieatelier. Das Publikum war bunt gemischt. Mit der Ausbreitung von Aids wurde die soziale Arbeit schwieriger.     

Dieser Umstand hat sicher auch dazu beigetragen, dass Pierre-André Thiébaud zu seiner ersten Liebe, dem Film, zurückgekehrt ist. Zusammen mit Pierre-Alain Meier und Matthias Kälin hat er die Filmproduktionsfirma «Amidon Paterson» für Spiel- und Dokumentarfilme gegründet. Alle drei brachten ihre Kompetenzen ein. Er als Produzent, Meier als Regisseur und Kälin als Kameramann. Vier Jahre später beschloss er, mit dem bekannten Journalisten und Reisereporter Gérard Crittin zusammenzuarbeiten. Dadurch entstand die Produktionsfirma Crittin & Thiébaud AG. Später wurde daraus die PCTcinüma télévision, deren alleiniger Inhaber er seit 2002 ist.

Als ob das nicht schon genug wäre, arbeitet er auch noch als Regisseur und zwischendurch als Fotograf. Am liebsten macht er Dokumentarfilme, um einen realistischen Blick auf die Welt zu behalten. «Ich habe meinen Beruf als Pädagoge nicht ganz aufgegeben, denn Dokumentarfilmer sind immer nahe bei den Menschen und wir hören ihnen zu». «Sapinhaut, une bouffée d’air folk» zum Beispiel, gibt den Menschen eine Stimme und lässt sie vom Leben erzählen.    

Aus Überzeugung engagiert sich Pierre-André Thiébaud in vielen Vereinen. Er ist Präsident von Valais Films (Verband der Walliser Filmfachleute). Gut möglich, dass er eines Tages einen Film über die Entwicklung des Walliser Films realisieren wird. Die Passion und die nötige Energie dazu hätte er.  

PCT cinéma télévision
Pierre-André Thiébaud
Route de la Combe 21
CH - 1921 Martigny Combe

www.pctprod.com


Erschienen: März 2018
Text: Sophie Michaud
Fotos: © Nadia Tarra

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