Lust auf auf ein einzigartiges Kulturerlebnis im Wallis?

Das vielfältige Kulturangebot im Wallis reicht von jahrtausende altem Kulturerbe bis zu zeitgenössischer Kunst in allen Variationen. In der Kultur Agenda kommt jeder auf seinen Geschmack!

Ich suche ein Kulturerlebnis …

Im Rampenlicht

© Guillaume Collignon© Guillaume Collignon

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Die Walliser Kantonsmuseen widerspiegeln die Reichhaltigkeit der Walliser Geschichte, Natur und Kunst! Alle drei Museen liegen in der Nähe der Basilika von Valère und sind zu Fuss vom Bahnhof...

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Breaking News

16. Februar um 16:10

Veröffentlicht durch Les Éditions Valexpérience

Der Buchverlag feiert sein 5-jähriges Jubiläum und blickt auf eine ereignisreiche Zeit zurück. Wir freuen uns auf die nächsten 5 Jahre. Zur Feier gewähren wir den ganzen Monat Februar 50% Rabatt auf ausgewählte Bücher in unserem Shop. Ein Besuch lohnt sich! www.livrevalais.ch

8. Februar um 09:54

Veröffentlicht durch Virtueller Kunstraum Wallis

Als Künstlerin beschäftigt sich Maria Ceppi seit Jahren mit der Poesie des Alltäglichen, die in den unscheinbarsten Gegenständen schlummert. Helden ihrer Geschichten sind All- tagsobjekte, die zusammengesetzt, aneinandergekoppelt zu charakteristischen Kunstobjekten werden.

5. Februar um 17:38

Veröffentlicht durch Pro Helvetia

Pro Helvetia bietet per 1. Juni 2024 oder nach Vereinbarung eine Praktikumsstelle Kommunikation für 6 bis 9 Monate (80% ) an. Mehr Infos unter https://bit.ly/3umbfLk oder im PDF unten

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Wie werde ich als professionelle Kulturschaffende anerkannt?

Dieses Merkblatt legt die allgemeinen und spezifischen Kriterien fest, die es für verschiedene Bereiche erlauben, eine Person als „professionelle Kulturschaffende“ anzuerkennen. Ein Fachwörterverzeichnis erklärt ausserdem den Gebrauch von wichtigen Ausdrücken.

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Die Professionalitätskriterien

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Kultur Wallis
Rue de Lausanne 45
CH-1950 Sitten
+41 (0)27 606 45 69
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Tätigkeitsbericht 2022-2023Tätigkeitsbericht 2022-2023

Tätigkeitsbericht 2022-2023

Höre auf die Vergangenheit und blicke auf die Zukunft

Léa Marie d'Avigneau ist Beraterin für Kulturerbe bei der Dienststelle für Kultur des Kantons Wallis. Im Blogbeitrag zeigt sie uns ihren Blick auf das Kulturerbe im Wallis.

Blog: Léa Marie d'Avigneau

Wasserscheiten für die Suone von Bitailla, 19. Jahrhundert, Arbaz, Sammlung des Walliser Suonenmuseums, 2021 © Musée valaisan des Bisses - Pierre-Armand Dussex

Was wir von Butterfässern und anderen alten Gegenständen lernen können

"In den letzten drei Jahren habe ich im Rahmen meiner Funktion als Beraterin für Kulturerbe und aus eigenem Interesse viele Institutionen besucht, die sich mit dem Walliser Kulturerbe befassen. Die beeindruckendsten Sammlungen waren für mich diejenigen, die sich mit der Alpbewirtschaftung der jüngsten Vergangenheit im Kanton und der Schweiz befassen. Die in zahlreichen Museen ausgestellten Objekte, die unter anderem auf der ausgezeichneten Website der Vereinigung der Walliser Museen inventarisiert sind, weckten in mir eine grosse Bewunderung für die früheren Praktiken, von denen sie zeugen."

Käseprägestempel, Val d’Hérens, Sammlung Georges Amoudruz, aufbewahrt im Musée d’ethnographie de Genève, Ausstellung «Label Montagnard», Musée de Bagnes, 2022

War früher alles besser?

"Wasserscheite, Hanflaken und Kornwannen berichten von einer ressourcenschonenden Gesellschaft, die mit erneuerbaren Energien und lokal produzierten Rohstoffen im Rhythmus der natürlichen Umgebung und der Jahreszeiten arbeitete. Diese historischen Alltagsgegenstände haben auch meine ästhetischen Sinne angesprochen: So war zum Beispiel diesen Sommer im Musée de Bagnes ein Käseprägestempel mit wunderschönen Holzschnitzereien ausgestellt. Durch seine halbrunde Form musste er praktischerweise nur zweimal auf dem Laib angewendet werden.

Wie wichtig war unseren Vorfahren der Respekt vor der Natur und der Umwelt? Die meisten von ihnen hätten wohl liebend gern ihr Maultier gegen einen Traktor eingetauscht und zur Linderung von Kopfschmerzen eine Ibuprofen-Tablette statt eines bitteren Kräutertees geschluckt. Ihre Lebensart kann uns jedoch mit Sicherheit interessante und inspirierende Ideen für die Bewältigung der aktuellen gesellschaftlichen und klimatischen Probleme liefern."

Lötschentaler Grossbohnen und getrocknete Gommer Suppenerbsen, Sammlung der Erlebniswelt Roggen Erschmatt, 2022

Wird morgen alles besser sein?

"Verschiedene Organisationen wie zum Beispiel der Verein Erlebniswelt Roggen Erschmatt haben es sich zur Aufgabe gemacht, althergebrachtes Wissen für die Bewältigung der heutigen Herausforderungen zu reaktivieren und weiterzugeben. Der Verein bewahrt und kultiviert alte Roggenarten und pflanzt vergessene Sorten von Walliser Hülsenfrüchten zusammen mit Weizen aus ebenfalls lokaler Herkunft an. Bis zu Beginn der intensiven Landwirtschaft wurden in den Alpen häufig getrocknete Bohnen und Erbsen produziert und verzehrt. Die Hülsenfrüchte wurden geschickt mit Getreide (insbesondere in Roggenbrot) kombiniert, das komplementäre Aminosäuren enthält. Diese pflanzlichen Proteine waren für die Menschen in einer Zeit, in der Fleisch nur selten auf dem Speiseplan stand, überlebenswichtig. Da weniger Fleisch als eine der wichtigsten Massnahmen zur Verringerung unseres CO2-Fussabdrucks gilt, scheint mir das ein vielversprechender Ansatz zu sein."

Ausbildung zum Sammeln von Wildpflanzen, Val d’Hérens, 2021

"Verschiedene Kräuterspezialisten und Produzenten wie L’Essencier in Icogne tragen auch das immaterielle, im kantonalen und nationalen Verzeichnis der lebendigen Traditionen eingetragene Kulturerbe des Sammelns und Anbauens von Wildpflanzen in unsere Zeit. Vor der Industrialisierung der Arzneimittel waren Heilpflanzen wie Meisterwurz («agrou» im lokalen Dialekt) oder Johanniskraut fast jedem Kind bekannt und wurden wegen ihrer medizinischen und geschmacklichen Vorzüge gesammelt. In einer Zeit, in der die Pharmaindustrie zu den grössten Umweltverschmutzern der Welt gehört und die Übermedikalisierung bestimmte Gesundheitsrisiken mit sich bringt, bietet das Wissen um natürliche Behandlungsmethoden mit oft keinen oder nur wenigen Nebenwirkungen als Ergänzung zur Schulmedizin eine Chance, die es zu nutzen gilt."

"Hören wir also mit Blick auf die Zukunft genau zu, was uns alte Hobel und Siebe zu erzählen haben."

Veröffentlicht: 07.12.2022

Autorin
Léa Marie d'Avigneau, Beraterin für Kulturerbe an der Dienststelle für Kultur des Kantons Wallis