Weiterbildungsangebot

Alle anzeigen

Lust auf auf ein einzigartiges Kulturerlebnis im Wallis?

Das vielfältige Kulturangebot im Wallis reicht von jahrtausende altem Kulturerbe bis zu zeitgenössischer Kunst in allen Variationen. In der Kultur Agenda kommt jeder auf seinen Geschmack!

Ich suche ein Kulturerlebnis …

Im Rampenlicht

Im Weissen Rössl

Im weißen Rössl ist eine Operette in drei Akten von Ralph Benatzky aus dem Jahr 1930. Mit über 100 aktiven TeilnehmerInnen erwartet die Kulturliebhabenden ein spezielles Ereignis...

Mehr dazuMehr dazu

Breaking News

8. August um 16:21

Veröffentlicht durch Kultur Wallis News

● ACTU ● KONFERENZ ● Die Universität Genf organisiert am 28.10.22 im Eventforum (Bern) eine Konferenz mit dem Titel "Status von und Vergütung für Küntler und Kulturakteur: In Richtung Anerkennung eines juristischen Status und eines sozialen Schutzes für Künstler?". Infos: https://bit.ly/3zDMybW

2. August um 09:15

Veröffentlicht durch Kultur Wallis News

● OPEN CALL ● SONIC MATTER cordially invite composers and sound artists of all ages and backgrounds to submit their compositions for the listening lounge! The deadline for submissions is 15 August 2022 : https://bit.ly/3Sct3Qa

2. August um 08:39

Veröffentlicht durch Kultur Wallis News

● AUSSCHREIBUNG ● Nach den bisherigen Erfolgen lädt Picture My Music in seiner 10. Ausgabe alle Schweizer Musikerinnen und Musiker ein, einen Titel einzureichen, um die professionelle Produktion ihres Musikvideos zu gewinnen. Anmeldeschluss, 9. September 2022: https://bit.ly/3PU4SEI

Mehr News

Wie werde ich als professionelle Kulturschaffende anerkannt?

Dieses Merkblatt legt die allgemeinen und spezifischen Kriterien fest, die es für verschiedene Bereiche erlauben, eine Person als „professionelle Kulturschaffende“ anzuerkennen. Ein Fachwörterverzeichnis erklärt ausserdem den Gebrauch von wichtigen Ausdrücken.

Weitere Fragen?

Die Professionalitätskriterien

Kontakt

Kultur Wallis
Rue de Lausanne 45
CH-1950 Sitten
+41 (0)27 606 45 69
info@kulturwallis.ch

Newsletter abonnieren

Tätigkeitsbericht

Michel Briand Copyright Diana PfammatterMichel Briand Copyright Diana Pfammatter

Michel Briand Copyright Diana Pfammatter

Michel Briand

Getanzte Leidenschaft

Michel Briand anzutreffen ist im Moment nicht so einfach. Darum nutzten wir die Gelegenheit im Sommer 2017, als er zurück aus Salzburg war, wo er seine Ausbildung an der Salzburg Experimental Academy of Dance (SEAD) abgeschlossen hatte. Ihm blieben ein paar wenige Tage, um sich in Naters einzurichten und sein Leben neu zu organisieren. Dann reiste er für drei Monate weiter nach London an die London Contempory Dance School (LCDS). Hier sammelte er weitere Erfahrungen in der Tanzwelt, knüpfte Kontakte und optimierte seinen Stil. Denn Michel Briand ist ein Perfektionist. Durch und durch.

Für das Interview und das Fotoshooting  haben wir ein Rendez-vous auf der Bühne des Theaters La Poste in Visp vereinbart. Kein anderer Ort schien ihm passender. Die Bühnen dieser Welt prägen sein Schaffen und seinen Alltag. Sie sind ihm Qual und grösste Erfüllung zugleich – Leidenschaft eben. Das ist übrigens auch das Wort, das im Gespräch mit ihm am meisten fällt. Wer ihm beim Tanzen zuschaute, weiss warum.

Sein Gesicht hat etwas Irritierendes. Kantige männliche Gesichtszüge konkurrenzieren mit einem Blick, der wie aus der Kindheit gerettet zu sein scheint. Achtjährig begann er zu tanzen. Er war der einzige Junge in der Tanzschule Artichoc in Brig. Während seine Schulkollegen ihre Freizeit auf dem Fussballplatz verbrachten oder sich in Kampfsportarten übten, wollte er nichts anderes tun als tanzen. Schon damals war ihm klar, dass er Tänzer werden wollte. Kein weiterer Beruf, der für ihn sonst noch in Frage kam. „Meine Kindheit war nicht immer schön“, kommentiert er heute mit knappen Worten die Zeit der Hänseleien auf dem Pausenplatz. „Ich war immer speziell. Aber ich habe mein Ding durchgezogen, bin mir treu geblieben und darauf bin ich stolz“. Die Tanzlehrerinnen Jeannette Salzmann Albrecht und Judith Bärenfaller erkannten sein Talent früh. Sie und Patrizia Ruppen unterrichteten ihn in Hip Hop, Jazz Dance und Contemporary Dance. Dazu kamen Tanzpädagoginnen, die von ausserhalb des Kantons anreisten und im Wallis unterrichteten. „Ich durfte wann immer ich wollte die Räumlichkeiten der Artichoc-Tanzschule nutzen um zu tanzen. Das war für mich sehr wichtig.“ Er habe mindestens die Hälfte seiner Kinder- und Jugendjahre hier verbracht, sagt der Natischer augenzwinkernd.  Mit 17 Jahren begann er selber Hip Hop zu unterrichten. Er entwarf erste Choreografien und bestach auch durch seine didaktischen Fähigkeiten.
Dem Rat seiner Eltern folgend, absolvierte Michel Briand die Handelsschule an der OMS in Brig. Sich ein zweites Standbein zu schaffen, schien ihm sinnvoll. Das hielt ihn allerdings nicht davon ab, während einem Jahr den Pre-Bachelor of arts in Tanz an der Zürcher Hochschule der Künste zu besuchen, wo er sich mit dem Contemporary Dance vertieft auseinandersetze.

Und irgendwann war dann der Weg frei, um sich um die Aufnahme an einer anerkannten Tanzschule zu bemühen. Da Michel Briand nicht von klein auf in klassischem Ballett unterrichtet wurde, war er beim Vortanzen technisch nicht der herausragendste Tänzer. Dennoch wurde er in die SEAD aufgenommen. Warum, erklärt er so: „Die Jury-Mitglieder haben meine Leidenschaft für den Tanz erkannt. Sie wussten, dass ich dieser Leidenschaft alles unterordnen würde.“

An der Experimental Academy of Dance in Salzburg fühlte sich der 24-Jährige sehr wohl. „Diese Schule legt sehr viel Wert auf die Persönlichkeit der Tänzer und den individuellen Ausdruck. Das kam mir sehr entgegen.“ Weiterbildungen in New York und Paris komplettierten seine Lernjahre.

Auf seine Zukunftspläne angesprochen, erklärt Michel Briand, dass er den Tanz einem breiten Publikum zugänglich machen möchte. Ernste Themen mit Leichtigkeit vermitteln. Tiefgründiges mit Ästhetik und Fantasie in Verbindung bringen. Er sieht sich in den kommenden Jahren sowohl als Tänzer wie auch als Choreographen und Lehrer.

Die Frage, die ich Michel Briand eigentlich stellen wollte „Was bedeutet das Tanzen für Sie?“ habe ich übrigens gestrichen. Denn spätestens  als er vor unseren Augen zu tanzen begann, damit die Fotografin Bilder seiner Kunst machen konnte, war diese Frage mehr als überflüssig geworden. Vor uns bewegte sich ein junger Mann ganz im Jetzt. Alles schien zu fliessen, obwohl er in jedem einzelnen Moment die Kontrolle über seinen Körper innehatte. Das Verträumte war aus seinem Blick gewichen. Die Leidenschaft führte jetzt Regie.

Michel Briand

Erschienen: Januar 2018
Text: Nathalie Benelli
Fotos: © Diana Pfammatter

Zurück
Unsere Walliser Kunstschaffenden

Kreativität - Leidenschaft - Engagement

Die Künstlerporträts von Kultur Wallis

Die Vielfalt der Walliser Natur schlägt sich auch in der Vielfalt der Walliser Kulturlandschaft nieder. Dies ist auf die beseelte Arbeit der Walliserkunstschaffenden in den verschiedensten Kunstsparten zurückzuführen. Die Künstlerporträts zeigen das Werken und Leben dieser Persönlichkeiten.

© Aline Fournier | Plattform Kultur Wallis© Aline Fournier | Plattform Kultur Wallis

© Aline Fournier | Plattform Kultur Wallis

© Kultur Wallis / Céline Ribordy© Kultur Wallis / Céline Ribordy

© Kultur Wallis / Céline Ribordy

Cosima Grand © Plattform Kultur Wallis / Céline RibordyCosima Grand © Plattform Kultur Wallis / Céline Ribordy

Cosima Grand © Plattform Kultur Wallis / Céline Ribordy

Barbara Heynen © Aline Fournier/Plattform Kultur WallisBarbara Heynen © Aline Fournier/Plattform Kultur Wallis

Barbara Heynen © Aline Fournier/Plattform Kultur Wallis

Helga Zumstein © Diana PfammatterHelga Zumstein © Diana Pfammatter

Helga Zumstein © Diana Pfammatter

Magali Kniel Foto: Christian PfammatterMagali Kniel Foto: Christian Pfammatter

Magali Kniel Foto: Christian Pfammatter

Jennifer Skolovski ©Sebastian Magnani/Plattform Kultur WallisJennifer Skolovski ©Sebastian Magnani/Plattform Kultur Wallis

Jennifer Skolovski ©Sebastian Magnani/Plattform Kultur Wallis

Céline Ribordy | Kultur WallisCéline Ribordy | Kultur Wallis

Céline Ribordy | Kultur Wallis

Alle Künstlerporträts