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Der Kulturelle Adventskalender in Brig stimmt mit 24 kulturellen Highlights so richtig auf Weihnachten ein. An 24 Tagen verbirgt sich immer wieder eine neue kulturelle Überraschung hinter...

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●WETTBEWERB● Das danceWEB schreibt einen Wettbewerb aus. Während des ImPulsTanz - Vienna International Dance Festival wird ein Trainingsprogramm stattfinden und Pro Helvetia ermöglicht durch die Übernahme der Kosten drei Choreographen die Teilnahme. Frist: 15.12.2022 https://bit.ly/3Vqff5S

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● STELLE ● Die Schweizer Kulturstiftung Pro Helvetia sucht eine/n Fachspezialist/in Innovation & Gesellschaft, Schwerpunkt Ökologie (60%). Bewerbungsfristen: 8. Januar 2023. Weitere Informationen : http://bit.ly/3uennKA

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Tätigkeitsbericht

KT Gorique

Musik ohne Grenzen

«Dès lors que j’entre en contact avec le jour,
J’entends le son des oiseaux mêlés à celui des roues,
J’essuie les traces que mes rêves ont laissées sur mes joues…»*  

*Textausschnitt des Chansons R.ÉVEIL / KT Gorique, prod by Kj Kamo / Tentative de survie

Die junge Rapperin begrüsst uns fröhlich und strahlend. Sie hüpft von einem Bein zum anderen, wie ein Kind, das sich auf den ersten Schnee freut. Für das Gespräch setzen wir uns auf das Sofa. Sie lässt ihre Beine über die Armlehne baumeln und ihre Antworten auf unsere Fragen kommen wie aus der Pistole geschossen. Das volle Leben sitzt uns gegenüber.

KT Gorique wurde in Abidjan an der Elfenbeinküste geboren. Seit elf Jahren lebt sie in Martinach. Beide Kulturen haben sie geprägt. Und niemand käme auf die Idee ihr zu sagen, dass sie nicht von hier sei. Die junge Walliserin mit dunkler Haut, Dreadlocks und blauen Turnschuhen singt, tanzt, rappt und schreibt Hip-Hop-Songs. Eine Welt, in der nicht getrickst wird und in der man sich nicht verstellt. «Man macht nicht Hip-Hop, man IST Hip-Hop. Punkt.» Und weiter sagt KTGorique : «Du lebst, bewegst, tanzt und denkst Hip-Hop. Unser Motto lautet: peace, love unity and having fun.» Durch diese Kunst transformiere sie in einer gewissen Weise Liebe.

Als junges Mädchen gewann KT Gorique 2012 die Weltmeisterschaft im Freestyle-Rap in New York. Als Profi der Improvisation jongliert sie mit Wörtern wie andere mit Bällen. Sie spielt mit Wörtern, mit deren Bedeutung und eine Leichtigkeit liegt in jedem Augenblick. Sie erkärt: «Improvisieren ist wie Schachspielen mit deinen Nervenzellen. Du weisst was du sagen wirst, bevor du es sagst.» Sie setzt dabei aber nicht auf eine Strategie, sondern vertraut auf ihre Energie und die Natürlichkeit. Das macht sie so sympathisch.

Das Leben ist gut, wenn man das tun kann, was man liebt. Und KT Gorique tut was sie liebt. So spielte sie im Film «Coralie» von Pascal Tessaud, der 2015 in Brooklyn gedreht wurde, die Rolle der jungen Rapperin. Obwohl sie nie Schauspielunterricht hatte, vertraute ihr der Regisseur blind. Ein Vertrauen, das sie nicht enttäuschte. Die Rapperin spielte ein Mädchen mit derselben Passion, die auch ihr eigen ist. Sie musste nicht schauspielern sondern konnte sich selbst sein. 

Im Film hört man einen Darsteller sagen: «Herausforderungen anzunehmen, das macht das Leben interessant.» KT Gorique hat das längst verinnerlicht. Sie hätte schon oft aufgeben können. Das tat sie aber nie. Auch dann nicht, als sie wegen Problemen mit den Stimmbändern einen Monat lang ohne Stimme blieb und ihr erstes Album «Tentative de Survie» zur Hälfte nochmals neu aufnehmen musste.

Die Waffen strecken? Niemals! «Auch wenn ich manchmal fast an meine Grenzen gestossen bin, hat es sich gelohnt.» KT Goriques erstes Album ist erfolgreich, viele Auftritte sind geplant und im November 2016 konnte sie den Förderpreis des Kantons Wallis entgegennehmen. Bei der Preisübergabe erschien sie mit bemaltem Gesicht auf der Bühne. Das Ritual der Bemalung vollzieht sie vor jedem grösseren Auftritt.  Auf die Frage des Moderators, welche Bedeutung diese Zeichen hätten, antwortete sie: «Heute Abend zeige ich Ihnen mein schönstes Gesicht.» 

KT Gorique

Erschienen: Dezember 2016
Text: Sophie Michaud
Fotos: © David Zehnder

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Tanya Barany, Foto: Christian PfammatterTanya Barany, Foto: Christian Pfammatter

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