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Lust auf auf ein einzigartiges Kulturerlebnis im Wallis?

Das vielfältige Kulturangebot im Wallis reicht von jahrtausende altem Kulturerbe bis zu zeitgenössischer Kunst in allen Variationen. In der Kultur Agenda kommt jeder auf seinen Geschmack!

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Hier finden Sie die aktuellen Programme der Walliser Kulturhäuser ! ...

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Breaking News

vor 5 Stunden

Veröffentlicht durch Kultur Wallis News

Der Verein Oberwalliser Kellertheater ist als Kleinkunstbühne seit 50 Jahren fest im Kulturleben des Oberwallis verankert. Ab sofort oder nach Vereinbarung sucht der Verein eine/n Administrator:in im 30%-Pensum. Infos im PDF anbei. / und unter www.kellertheater.ch /

25. Januar um 09:27

Veröffentlicht durch Kultur Wallis News

Die Bewerber müssen aufstrebende oder etablierte Künstler oder Designer sein, die Wissenschaft und technologische Innovationen in ihrer kreativen Arbeit nutzen möchten. Deadline: 28/02/2023 Infos und Anmeldung (ENG): bit.ly/3HuhXTi

17. Januar um 14:46

Veröffentlicht durch Kultur Wallis News

Das von den sechs Kunsthochschulen der Fachhochschule Westschweiz getragene Doktoratsprogramm ArtSearCH ist Teil der Doktorandenausbildung SACRe-PSL, einem innovativen Studiengang, der sich sowohl an Künstler und Kunstschaffende als auch an Wissenschaftler richtet. Infos: http://bit.ly/3w6Clho

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Wie werde ich als professionelle Kulturschaffende anerkannt?

Dieses Merkblatt legt die allgemeinen und spezifischen Kriterien fest, die es für verschiedene Bereiche erlauben, eine Person als „professionelle Kulturschaffende“ anzuerkennen. Ein Fachwörterverzeichnis erklärt ausserdem den Gebrauch von wichtigen Ausdrücken.

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Die Professionalitätskriterien

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Kultur Wallis
Rue de Lausanne 45
CH-1950 Sitten
+41 (0)27 606 45 69
info@kulturwallis.ch

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Tätigkeitsbericht

Höre auf die Vergangenheit und blicke auf die Zukunft

Léa Marie d'Avigneau ist Beraterin für Kulturerbe bei der Dienststelle für Kultur des Kantons Wallis. Im Blogbeitrag zeigt sie uns ihren Blick auf das Kulturerbe im Wallis.

Blog: Léa Marie d'Avigneau

Wasserscheiten für die Suone von Bitailla, 19. Jahrhundert, Arbaz, Sammlung des Walliser Suonenmuseums, 2021 © Musée valaisan des Bisses - Pierre-Armand Dussex

Was wir von Butterfässern und anderen alten Gegenständen lernen können

"In den letzten drei Jahren habe ich im Rahmen meiner Funktion als Beraterin für Kulturerbe und aus eigenem Interesse viele Institutionen besucht, die sich mit dem Walliser Kulturerbe befassen. Die beeindruckendsten Sammlungen waren für mich diejenigen, die sich mit der Alpbewirtschaftung der jüngsten Vergangenheit im Kanton und der Schweiz befassen. Die in zahlreichen Museen ausgestellten Objekte, die unter anderem auf der ausgezeichneten Website der Vereinigung der Walliser Museen inventarisiert sind, weckten in mir eine grosse Bewunderung für die früheren Praktiken, von denen sie zeugen."

Käseprägestempel, Val d’Hérens, Sammlung Georges Amoudruz, aufbewahrt im Musée d’ethnographie de Genève, Ausstellung «Label Montagnard», Musée de Bagnes, 2022

War früher alles besser?

"Wasserscheite, Hanflaken und Kornwannen berichten von einer ressourcenschonenden Gesellschaft, die mit erneuerbaren Energien und lokal produzierten Rohstoffen im Rhythmus der natürlichen Umgebung und der Jahreszeiten arbeitete. Diese historischen Alltagsgegenstände haben auch meine ästhetischen Sinne angesprochen: So war zum Beispiel diesen Sommer im Musée de Bagnes ein Käseprägestempel mit wunderschönen Holzschnitzereien ausgestellt. Durch seine halbrunde Form musste er praktischerweise nur zweimal auf dem Laib angewendet werden.

Wie wichtig war unseren Vorfahren der Respekt vor der Natur und der Umwelt? Die meisten von ihnen hätten wohl liebend gern ihr Maultier gegen einen Traktor eingetauscht und zur Linderung von Kopfschmerzen eine Ibuprofen-Tablette statt eines bitteren Kräutertees geschluckt. Ihre Lebensart kann uns jedoch mit Sicherheit interessante und inspirierende Ideen für die Bewältigung der aktuellen gesellschaftlichen und klimatischen Probleme liefern."

Lötschentaler Grossbohnen und getrocknete Gommer Suppenerbsen, Sammlung der Erlebniswelt Roggen Erschmatt, 2022

Wird morgen alles besser sein?

"Verschiedene Organisationen wie zum Beispiel der Verein Erlebniswelt Roggen Erschmatt haben es sich zur Aufgabe gemacht, althergebrachtes Wissen für die Bewältigung der heutigen Herausforderungen zu reaktivieren und weiterzugeben. Der Verein bewahrt und kultiviert alte Roggenarten und pflanzt vergessene Sorten von Walliser Hülsenfrüchten zusammen mit Weizen aus ebenfalls lokaler Herkunft an. Bis zu Beginn der intensiven Landwirtschaft wurden in den Alpen häufig getrocknete Bohnen und Erbsen produziert und verzehrt. Die Hülsenfrüchte wurden geschickt mit Getreide (insbesondere in Roggenbrot) kombiniert, das komplementäre Aminosäuren enthält. Diese pflanzlichen Proteine waren für die Menschen in einer Zeit, in der Fleisch nur selten auf dem Speiseplan stand, überlebenswichtig. Da weniger Fleisch als eine der wichtigsten Massnahmen zur Verringerung unseres CO2-Fussabdrucks gilt, scheint mir das ein vielversprechender Ansatz zu sein."

Ausbildung zum Sammeln von Wildpflanzen, Val d’Hérens, 2021

"Verschiedene Kräuterspezialisten und Produzenten wie L’Essencier in Icogne tragen auch das immaterielle, im kantonalen und nationalen Verzeichnis der lebendigen Traditionen eingetragene Kulturerbe des Sammelns und Anbauens von Wildpflanzen in unsere Zeit. Vor der Industrialisierung der Arzneimittel waren Heilpflanzen wie Meisterwurz («agrou» im lokalen Dialekt) oder Johanniskraut fast jedem Kind bekannt und wurden wegen ihrer medizinischen und geschmacklichen Vorzüge gesammelt. In einer Zeit, in der die Pharmaindustrie zu den grössten Umweltverschmutzern der Welt gehört und die Übermedikalisierung bestimmte Gesundheitsrisiken mit sich bringt, bietet das Wissen um natürliche Behandlungsmethoden mit oft keinen oder nur wenigen Nebenwirkungen als Ergänzung zur Schulmedizin eine Chance, die es zu nutzen gilt."

"Hören wir also mit Blick auf die Zukunft genau zu, was uns alte Hobel und Siebe zu erzählen haben."

Veröffentlicht: 07.12.2022

Autorin
Léa Marie d'Avigneau, Beraterin für Kulturerbe an der Dienststelle für Kultur des Kantons Wallis