Die Walliser Konzerthäuser liefern dir auch in der Frühlingssaison 2026 Erlesenes von lokalen, nationalen und internationalen Musiktalenten. ...
Entdecke das neue Künstlerportrait der Plastikerin Maya Graber !
"Ich versuche, meinen Arbeiten eine Seele zu verleihen, indem ich sie spüre. Ich kann eigentlich nur so arbeiten. Ich muss als erstes ein Gegenüber haben. Wenn ich an einer Skulptur arbeite, muss ich früh schon einen Kopf machen, von dem, was ich modelliere. Dann kann ich in Kommunikation treten.
Es ist eine Art Gefühl. Ich spüre das Wesen und hoffe natürlich, dass ich diese Wahrnehmung transportieren kann – für den Betrachter."
"Plastik ist speziell, weil sie dreidimensional ist. Sie funktioniert erst, wenn man rundumgehen kann und überall geschieht etwas. Man kann sie antasten. Ich finde das sehr schön, weil vielfach ist Kunst weit weg und man darf sie nicht angreifen. Aber Plastik, insbesondere im öffentlichen Raum, die wird angetastet und hat dementsprechend Spuren.
Ich starte mit einer Anfangsidee und fange ich an zu modellieren. Währenddessen entwickelt sich die Idee weiter. Im besten Fall entsteht daraus gleich die nächste Idee. Das habe ich am liebsten, wenn es so wächst, das einte aus dem anderen. Ich mache etwas und währenddessen habe ich die Idee für das Nächste."
"Natur fasziniert mich hier. Die Ruhe, die ich dadurch erlebe. Wenn ich zum Beispiel mit dem Hund spazieren gehe, dann denke ich sehr oft über die Arbeit nach. Was will ich machen? Wie will ich es machen? Das ist wie ein Reflektionsort für mich.
Es ist egal, wo ich wohne. Weil meine Ausstellungen, die sind in Deutschland oder irgendwo sonst in der Schweiz. Das heisst ich bin immer unterwegs. Daher kann ich genauso gut auf dem Land leben und von hier aus zu einer Ausstellung gehen. Ich bin nicht an eine Stadt gebunden, weil ich sowieso nicht nur da meine Arbeiten zeigen würde."
"Ich sage, eine Medaille kann lauter sein als eine grosse Plastik. Laut im Sinne davon, dass sie sehr konkret und spezifisch sein kann. Je grösser eine Plastik ist, desto allgemeiner muss sie sein. Weil sie sonst zu plakativ ist. Etwas Kleines, das darf plakativ sein. Das darf auch manchmal moralisch sein. Weil es tut nicht weh. Aber wenn ich eine 2 Meter grosse Figur aufstelle und dieser eine Moralaufgabe verleihe, dann wirkt das sehr dominant."
"Ich wünsche mir, dass ich noch lange als Bildhauerin arbeiten kann. Man sagt immer, dass Bildhauer arbeiten, bis sie tot umfallen, also bis 80 Jahre und mehr. Ich wünsche mir, noch viele Werke für den öffentlichen Raum zu machen. Weil das passt mir so richtig gut. Ich will aber immer noch Zeit haben für eigene Projekte."
Artiste : Maya Graber - www.maya-graber.ch
Interview: Valentin Zimmermann / Kultur Wallis
Video: Alexandre Bugnon societe-ecran media
Editing: David Gross societe-ecran media
Bilder: ©Kultur Wallis | Alexandre Bugnon / societe-ecran media
Spotify: https://open.spotify.com/show/7EKRmHl4wTzi6rFNxJ268i
Die Vielfalt der Walliser Natur schlägt sich auch in der Vielfalt der Walliser Kulturlandschaft nieder. Dies ist auf die beseelte Arbeit der Walliserkunstschaffenden in den verschiedensten Kunstsparten zurückzuführen. Die Künstlerporträts zeigen das Werken und Leben dieser Persönlichkeiten.

Helga Zumstein © Diana Pfammatter

Rolf Hermann
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© Sebastian Magnani | Plattform Kultur Wallis

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