Kultur- und Tourismustagung 2015

BEGRÜSSUNG DURCH GAËLLE MÉTRAILLLER, PRÄSIDENTIN KULTUR WALLIS

Kultur Wallis organisierte am Freitag, dem 23.10.2015, die dritte Kultur- und Tourismustagung gemeinsam mit der ECAV und der HES-SO Wallis. Rund 120 Teilnehmende beschäftigten sich mit den Perspektiven einer efolgsversprechenden Partnerschaft zwischen Kultur und Tourismus. Das Publikumsinteresse war gross an der 3. Kultur- und Tourismustagung in Siders. Rund 120 Vertreter aus den Bereichen Kultur, Tourismus, Politik und Wirtschaft trafen sich zum gegenseitigen Gedankenaustausch.

Die drei Referenten der Tagung Marcelline Kuonen, Bereichsleiterin Tourismus bei Valais Wallis Promotion, Lorenzo Malaguerra, Direktordes Theaters Crochetan, und Stefan Pühringer,Direktor Ferienland Kufstein, wussten in ihren Ausführungen ihre Sichtweise einerZusammenarbeit von Kultur und Tourismus auf informative Art und Weise zu präsentieren. In einem Punkt waren sich alle einig: Kultur istwichtig für den Tourismus. Kultur kann Erlebnissevermitteln, Begegnungen ermöglichen, authentische Bezüge zur Region herstellen und den Gast auch überraschen. Differenziert äusserten sich die Referenten darüber, welche Auswirkung Kultur auf das Image einer Regionoder einer Destination haben kann. MarcellineKuonen zeigte auf, dass man bei Valais WallisPromotion eine erlebnisorientierte Strategie verfolgt. Sie betonte, es sei wichtig, eine Zielgruppendifferenzierung im Angebotssegment Kulturtourismus vorzunehmen. Dabei gelte es aber immer im Auge zu behalten, dass der

Gast mit seinen Bedürfnissen im Zentrum stehe. Kultur gehört bei Valais Wallis Promotion zu den 14 Erlebniswelten, die man in den nächsten Jahren gezielt promoten wird. „Damit die Synergien zwischen Kultur und Tourismus erfolgreich genutzt werden können, sind Kooperationen und Netzwerkarbeit unerlässlich“, brachte sie ihre Sichtweise auf den Punkt.

Lorenzo Malaguerra, Direktor des Theaters Crochetan, präsentierte am Beispiel von Monthey, wie sich Kulturinvestitionen einer Stadt auf das Image einer ganzen Region auswirken können. Er sagte, dass Kunst und Kultur durchaus auch mit Humor an der Postkartenidylle des Wallis kratzen dürfe, um zu zeigen, was das Wallis auch noch ausmache. Er setzt in Monthey auf Kultur, die den Besonderheiten der Region Rechnung trägt und die einen Bezug zur heutigen Zeit herstellt. An der Kultur- und Tourismustagung war zudem zu vernehmen, wie man in Österreich, genauer gesagt in Kufstein, die Zusammenarbeit zwischen Kultur und Tourismus definiert. Stefan Pühringer, Direktor Ferienland Kufstein, erklärte, dass man in Kufstein bewusst auf die Einbindung der Bevölkerung bei der Entwicklung von kulturtouristischen Produkten achtet. „Wir setzten auf Toleranz, Respekt und Offenheit, wenn es darum geht, verschiedene Kulturbereiche oder die Hochkultur und die Tradition miteinander zu verbinden“, fügte Pühringer an. Die drei Referate lieferten wertvolle Impulse für die Workshops, in denen im Anschluss die Thematik vertieft wurde.

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