Nicolas Imwinkelried

Der 3D-Animator und Game Designer Nicolas Imwinkelried erzählt uns im Künstlerporträt von Kultur Wallis mehr über die grenzenlosen Anwendungsgebiete seines Berufs, egal ob Games, Film, Architektur oder Kunst! Wagen Sie mit uns einen Blick in die Zukunft

Podcast: Nicolas Imwinkelried

Er erstellt digitale Welten bequem vom Bürostuhl aus

Der Game Designer und 3D Animator Nicolas aus Brig arbeitet zu 20% als Dozent an der Zürcher Hoschschule der Künste und zu 60% bei dem digitalen Unternehmen Framefarm in Saas-Grund. Bei Framefarm ist er Generalist uns arbeitet beispielsweise in Projekten im Zusammenhang mit Videopostproduktion, 3D-Animation oder auch Applikationsprogrammierung. 

Im Interview mit Kultur Wallis erzählt er mehr über die grenzenlosen Anwendungsgebiete seines Berufs! Im Folgenden werden Statements von Nicolas aus dem Interview präsentiert. 

 Anwendungsbereiche 3D-Animation
«Die Anwendungsbereiche der 3D-Animation sind riesig. Abseits von Game Design sind die Sparten Special Effects für Film, Postproduktion für Film, Architekturrenderings oder auch Augmented Reality wichtige Anwendungsgebiete. 

Das Berufsfeld der digitalen Animation, insbesondere die Einbindung von Augmented Reality, steckt gewissermassen noch in den Kinderschuhen. Die Entwicklungen haben in den letzten Jahren Fortschritte gemacht. Das Ganze wird langsam salonfähig. Es ist jedoch noch weit entfernt von dem, was es schlussendlich sein wird. Aber das Ganze wird in den nächsten Jahren und Jahrzehnten immer wichtiger. 

Die Medien unseres Alltags brauchen Betrachter oder Menschen, die gut finden, was da geschieht. Das sind hauptsächlich junge Leute, welche die nächste Generation bilden. Diese Generation wird auch wieder kulturprägende Leute haben. Weil diese Generation mit den digitalen Medien aufwächst, werden deren digitale Bedürfnisse in der Konsequenz kulturprägender und kommen stärker zum Tragen.»

 Die Bedeutung des digitalen Booms für Kunst und Wirtschaft
«Kunst und Wirtschaft haben sicher von dem digitalen Boom profitiert. Ich kenne fast keinen Künstler, der nicht darüber nachgedacht hat oder mich mal gefragt hat, mit VR etwas zu machen. Die Problematik ist momentan eher noch, dass die Brille das Ganze aus dem Konzept reisst. Sobald solche Barrieren aufgebrochen werden können und du wirklich den Raum betrittst und in dieser Ausstellung bist, hast du grenzenlose Freiheit.»

Game Design
«Ich arbeite am liebsten in klassischen Gameprojekten, weil ich da die Diversität habe, zwischen Coden, 3D-Modellieren, Animationen erstellen, Postproduktion.  

Man hat zwar die kreative Freiheit alles zu machen, aber nichtdestotrotz bedarf die digitale Welt gewisse Regeln und physikalische Gesetze, wie beispielsweise Gravitation. All diese Regeln, all das in dieser Welt, bestimmst du selbst. Das bedarf schon einem gewissen Verständnis für Mathematik oder Freude an der Mathematik. 

Meine Kreativität in diesem Arbeitsprozess kommt daher, dass ich diese Regeln selbst aufstellen kann. Ich muss nicht zwangsläufig die physikalische Formel der Erdgravitation verwenden. Ich kann auch eigene Regeln erschaffen. Ich kann auch sagen, dass sich Gravitation ab einer bestimmten Höhe umdreht oder, dass irgendwelche Objekte magnetisch sind.»

Homeland
«Weil ich mit digitalen Medien arbeite, kann ich von überall auf der Welt aus arbeiten. Solange ich Zugang zum Internet und einen Computer zum Arbeiten habe. 

Ich habe das Wallis als Arbeitsort gewählt, weil ich mich verbunden fühle mit meiner Heimat, dem Wallis und den Bergen. Weil ich hier einen Ausgleich zu meiner Arbeit am Computer finde. In 10 Minuten zu Fuss bin ich in der Natur, im Wald. Ich kann mit dem Hund spazieren gehen, ich kann klettern gehen, ich kann im Winter Snowboard fahren. Diesen Ausgleich hätte ich in einer Grossstadt oder in einer Metropole nicht oder für mich persönlich zu wenig.»

 

Video ©2020 Kultur Wallis
Künstler: Nicolas Imwinkelried - www.framefarm.ch
Interview: Valentin Zimmermann / Kultur Wallis
Realisation: Alexandre Bugnon / societe-ecran media
Fotos: ©Kultur Wallis | Alexandre Bugnon / societe-ecran media
Veröffentlicht: 08.02.2020
Podcast
Soundcloud: https://bit.ly/33WFZjb
Spotify: https://spoti.fi/2MI79o7
Apple Podcast: https://apple.co/2BDVmRJ
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