Sabine Zaalene

Sabine Zaalene ©Aline Fournier | Plattform Kultur Wallis

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Das Gedächtnis der Orte

Sabine Zaalene ist in Sitten aufgewachsen. Sie studierte Kunstgeschichte und Archäologie und bestritt in ihrer Jugend Eiskunstlauf-Wettkämpfe. Sabine Zaalene konzentriert sich aktuell auf die zeitgenössische Kunst. 2007 erhielt sie den Förderpreis des Kantons Wallis, 2009 den Prix Englert und im Jahr 2011 war sie Begünstigte des Kantons Wallis und konnte die Künstlerresidenz in Mali beziehen.
Sabine Zaalene ist Teil der zeitgenössischen Kunst-Szene im Wallis. So präsentierte sie 2010 in in der Ferme-Asile in Sitten im Rahmen der Kollektivausstellung „Situation 1“ die multidisziplinäre Performance „Rencontres d'outre-guerre“. An den beiden Triennalen zeitgenössischer Kunst im Walls, der Label’Art 2007 und 2011 war sie ebenfalls mit von der Partie. Zurzeit arbeitet sie an einer Klanginstallation mit dem Titel "Orphée indigné", die im Garten des Château Mercier im Rahmen des Festival Rilke in Siders zu sehen und hören sein wird.

Kontakt

E-Mail: contact@sabinezaalene.com
Link zur Homepage: www.sabinezaalene.com

Elf Fragen - elf Antworten

Was war Ihr erster Gedanke heute Morgen?
Könnte ich doch einen Traumfetzen behalten und ihn in mein Erwachen einfügen.

Was wollten Sie als Kind werden?
Ich habe kleine Bücher gestaltet. Mit verschiedenen Papieren, Zeichnungen und Sätzen entwickelte ich Geschichten. Ich fragte mich, ob das ein Beruf sein könnte.

Was sind Sie geworden?
Jemand, der mit Bildern Geschichten erzählt und dabei verschiedene Kunstbereiche wie Gravur, Malerei, Fotografie, Video, Installation und Bühne erkundet.

Beeinflusst Ihr alltägliches Leben Ihre Kunst?
Ja. Die Synchronizitäten des Lebens sind manchmal Beginn eines Werks und oft bereichern sie es während seinem entstehen. Diese Synchronizitäten sind wie Geschenke oder wie die Büchse der Pandora. Ich öffne sie, entdecke und vertiefe sie. Ich bin neugierig auf die Welt, die mich umgibt und für mich sind das Persönliche und das Kollektive miteinander verbunden.

Hat Sie das Wallis als Künstlerin geprägt?
Ja, ich bin in Sitten geboren und habe dort meine ersten zwanzig Jahre verbracht. Ich habe intensiv Eiskunstlauf trainiert. Das offene Eisfeld in Sitten gewährte mir Einblicke in die Landschaft mit ihren unendlichen Variationen. An diesem Ort bilden die Stadt, die Berge und der Himmel ein Ganzes. Die Geschichten von Orten interessieren mich. Sie sind Teil meiner künstlerischen Recherchen. Walliser Orte und ihre geschichtlichen Verknüpfungen waren Inspiration für viele Werke: in Sitten, Schloss Valeria und die archäologischen Stätten von Don Bosco, in Brig die Erinnerungen an Franz-Michael Stockalper und Geo Chavez. Darüber hinaus habe ich viele Videos im Wallis aufgenommen. Die Walliser Landschaft ist eine zeitlose Quelle der Inspiration.

Welche Gedichtzeilen kennen Sie auswendig?
Ich liebe die Wörter. Sie berühren mich in dem Moment, in dem sie erklingen. Aber ich kann sie nicht auswendig wiedergeben.

Sind Sie Tag- oder Nachtträumer?
Beides... Siehe die erste Frage !

Wofür haben Sie nie Zeit?
Ich habe nie Zeit für Langeweile.

Wenn Sie einen Wunsch frei hätten, wäre das?
Mehr Toleranz für Verschiedenheiten und das Leiden. Sowohl für das eigene wie auch das der anderen.

Welche Frage würden Sie gerne beantworten?
Welche Feststellung aus der Zeit Ihrer Pubertät, würden Sie heute anders formulieren?

Und wie lautet Ihre Antwort dazu?
Es war mir sehr bewusst, wie wenig ich die Welt verstand. Und jetzt verstehe ich, wie wenig Bewusstsein es in der Welt gibt.

Berufliches

Berufsbezeichnung
Bildende Künstlerin

Ausbildung
Studium der Archäologie und der Kunstgeschichte

Stichworte zum Kulturschaffen
Zeitgenössische Kunst, Schriften, Gravur, Malerei, Installation, Performance, Video, Fotografie, Bühne, Schlittschuhlaufen, Körper, Orte in Landschaften, Wallis, Sitten, Alpen, Berge, Brig, Stockalper, Géo Chavez, Mali, Afrika, Krieg, 1. Weltkrieg, 2. Weltkrieg, Blaise Cendrars

Muttersprache
Französisch

Weitere Sprachen
Englisch, Italienisch, Deutsch

Geburtsjahr
1969

Erschienen: Juli 2012
Text: Marlène Mauris
Fotos: © Aline Fournier

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