Jérôme Meizoz

© Sebastian Magnani | Plattform Kultur Wallis

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Das Spiel mit der Identität

Der Walliser Autor Jérôme Meizoz hat einen Doktortitel in Literaturwissenschaften und einen Forschungsauftrag an der Universität. Er ist Lehrer, Literaturkritiker und Spezialist für Literatur aus der Romandie...  So viele Titel vermögen aber seine Bescheidenheit und seinen Humor nicht zu verdrängen. Der Autor wirft Fragen zum sozialen Gedächtnis und der Identität auf. Er tut dies auf intelligente Art und Weise, spielend zwischen Ironie und Soziologie.

Die Bibliografie von Jérôme Meizoz ist wie eine sprudelnde Quelle. Im Jahr 2013 erschien «Séismes» im Verlag Zoé. Der Roman lässt die Leser  teilnehmen an den wichtigsten Momenten im Leben eines Jungen, der in einem Schweizer Dorf der 1970er-Jahre zum Mann wird.  Die Kritik von Claire Devarrieux vom März 2013 im «Le cahier Livres de Libé» bezeugt, dass der Autor mit Prägnanz und Leichtigkeit Grenzen schreibend überwindet.

Art&Fiction veröffentlichte im letzten November «Pénurie» einen fiktiven Brief adressiert an einen engen Freund aus Kriegstagen. Zeichnungen und Kaligraphien mit chinesischer Tusche vervollkommnen den Text.  Zwischen Text und Bildern besteht eine enge Beziehung wie zwischen den beiden Freunden, dem Maler Zivo und dem Autor Jérôme Meizoz.

Im April 2014 wird im Verlag d'En bas «Temps mort. Une jeunesse jaciste (1937-1945)»,  erscheinen. Ein Werk über die Bildung von Mädchen im Zusammenhang mit der europäischen Bewegung JAC (Jeunesse agricole chrétienne) der christlichen Landjugend. Etwas zum Dranbleiben!

Persönliches

Worauf freuen Sie sich im Moment am meisten?
Ganz versunken zu sein im Schreiben eines neuen Buchs. Es ist verstörend und berauschend zugleich.

Worauf könnten Sie locker verzichten?
Auf Götter und Zigaretten

Wie viel Zeit verbringen Sie täglich im Internet?
Ohne Zweifel zwei bis drei Stunden pro Tag mindestens, aufgrund meiner beruflichen Tätigkeit.

Welches Buch haben Sie zuletzt gelesen?
«En finir avec Eddy Bellegueule» von Edouard Louis. Ein autobiografischer Roman über die soziale Misere in Nordfrankreich.

Welche Filmfigur wären Sie gerne?
Der Vogelzüchter und zweideutige Rächer in "Ghost Dog"...

Wer war der Held oder die Heldin Ihrer Kindheit?
Michel Strogoff, aus dem Roman von Jules Verne (aber ich habe ihn im Fernsehen gesehen!)

Was haben Sie zuletzt gekauft?
Bücher

Was ist das Nützlichste, was Sie von Ihren Eltern gelernt haben?
Vertrauen und teilen

Was möchten Sie als nächstes lernen?
Erfahren, dass unsere Politiker entschieden haben tugendhaft zu sein oder zurücktreten.

Was würden Sie sich gerne abgewöhnen?
Die Graphomanie.

Haben Sie schon mal etwas Verbotenes gemacht?
Ich hoffe doch! Ich habe mit dem Velo eine Geschwindigkeitsbeschränkung überschritten. Das ist schlimm in einem Land, in dem das Auto ein wichtige Gottheit des Kommerz ist.

Berufliches

Berufsbezeichnung
Professor an der Universität Lausanne und Autor

Ausbildung
Doktor der Literaturwissenschaften  
Soziologe EHESS Paris

Stichworte zum Kulturschaffen
Literatur, Kultursoziologie, Engagement, soziales Gedächtnis, Autobiografie, Scheibwerkstätten

Muttersprache
Französisch

Weitere Sprachen
Schulenglisch und Schuldeutsch, Italienisch spontan, mit grossem Vergnügen

Geburtsjahr
1967

E-Mail
jmeizoz@bluewin.ch

Internet
http://www.viceversalitterature.ch/author/1423
 

Erschienen: März 2014
Text: Marlène Mauris
Fotos: © Sebastian Magnani

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