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Die vierte Person Singular

Das ist die Geschichte von Elise, Elise Marin, die mitten in der Nacht in ihrer Küche herumirrt, von der omnipräsenten Abwesenheit von Theo verfolgt. Theo, eine verlorene Liebe. Wenn man die Liebe verliert, dann weist man als Erstes das Unerträgliche von sich und versucht, sich über Wasser zu halten. Aber je mehr man sich wehrt, desto tiefer sinkt man.

Je zielgerichteter man einen Gedanken verjagt, desto schneller kommt er zurück. Je mehr man die Abwesenheit zu beseitigen versucht, umso näher rückt sie und bleibt. Überall. Und wird zur Obsession. Die vierte Person Singular ist eine Obsession. Eine extrem graphische und visuelle Obsession, in der das Unfassbare Gestalt annimmt. Und sich wieder verflüchtigt. Man verbringt sein Leben damit, sich zu trennen. Von Menschen, von Orten, von Erinnerungen und von Dingen. Aber wir selbst bleiben hier, in der Mitte, unbeugsam bis zum letzten Atemzug.

Anschliessend Diskussion zum Thema der Resilienz mit Mitglieder der Cie Marjolaine Minot und Fachpersonen aus Forschung und Medizin.

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