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Der Blick hinter die Dinge

Werke des Briger Künstlers Uli Wirz sind noch bis zum 25. Oktober 2015 in Venthône, einem kleinen Dorf oberhalb von Siders, ausgestellt. Zeichnungen, Objekte, Bronzeskulpturen und dreidimensionale Bilder erwarten die Zuschauer. Eine Ausstellung, die anregt über den Menschen und seinen Umgang mit der Natur nachzudenken und einen Blick hinter die Dinge zu werfen.

Das Werk von Uli Wirz bedarf keiner seitenlangen theoretischen Abhandlungen. Viel mehr fordert es vom Betrachter eine Hingabe zum genauen Schauen. Der Künstler selbst verliert nur wenige Worte zu seiner Kunst. Obwohl er ein Künstler ist, der durchaus etwas zu sagen hat.  Der Mahnfinger ist ihm allerdings fremd und so rührt in leisen, leisen Tönen  gar an das Unsagbare . Uli Wirz ist ein erfahrener Beobachter und Denker. Er reagiert auf die Reize der ihn umgebenden Natur ebenso wie die der sich verändernden Umwelt.

Bekannt sind seine Landschaftsbilder, die er mit hunderttausend Strichen entstehen lässt. Sie sind keine realitätsnahen  Abbildungen sondern Urgrund und Projektionsraum. Gewundene Linien und verbleibende Weissräume schaffen eine eigentümliche Spannung und überlassen es den Betrachtern, die Bilder in ihren Köpfen zu vollenden. Fische, Panther und Nachtvögel  bevölkern seine Landschaften.  Sie durchziehen seine Werke als wiederkehrende Bilder und  Chiffren. Seine Fische tummeln sich jedoch nicht im Wasser und seine Panther streifen nicht durch Savannen sondern sie beleben eine Symbolwelt. Sie bleiben geheimnisvoll. Und dann und wann öffnen Sie uns eine Tür zu der Welt, in der wir lebten, bevor wir von der Ratio in die fass- und messbare Welt katapultiert wurden. 

 

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