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Dem Unvergänglichen auf der Spur

Der Hauptort des Kantons Wallis würdigt seine architektonischen, historischen und antiken Schätze mit vier bedeutenden Veranstaltungen, die mehrere Monate dauern werden. Ziel ist die Sensibilisierung der Bevölkerung für diese in der Schweiz einmaligen kulturellen Reichtümer, die jedoch allzu oft verkannt werden. Die Veranstaltungen, die unter dem Titel «10'000 Jahre unter der Erde, Archäologie und Kulturerbe im Wallis» zusammengefasst sind, finden an verschiedenen Örtlichkeiten in Sitten statt. 

Im Pénitencier lädt das Geschichtsmuseum die Besucher im Rahmen der Ausstellung «La Mort apprivoisée: 7‘000 ans de rites funéraires à Sion» dazu ein, die Vielfalt der Rituale kennenzulernen, die im Laufe der Geschichte in unserer Gegend bis heute gebräuchlich waren. Kolossale Stelen, Goldschmuck sowie Kriegsausrüstung der Kelten werden präsentiert und zeugen von der Bedeutung, die der Erhaltung des sozialen Status des Verstorbenen auf seiner Reise ins Jenseits beigemessen wurde.

Eine zweite Ausstellung mit dem Titel «Liquidation totale» findet in der Galerie La Grenette und im öffentlichen Raum statt. Diese interaktive Ausstellung hat zum Ziel, den kritischen Sinn des Besuchers bezüglich des baulichen Erbes der Stadt zu wecken. Der Besucher wird eingeladen, vor städtischen Objekten, die mit Schalungsplatten verkleidet sind und so an eine Baustelle, an Veränderung oder Zerstörung erinnern, stehen zu bleiben und sich über seine Gefühle Gedanken zu machen.

Die Dienststelle für Hochbau, Denkmalpflege und Archäologie des Kantons Wallis und das Tourismusbüro Sitten laden Sie zu einem Spaziergang im Walliser Hauptort ein, der als einziger Ort in der Schweiz Grabstätten und Friedhöfe besitzt, die rund 7‘000 Jahre Geschichte abdecken. Der Spaziergang führt von einer aussergewöhnlichen jungsteinzeitlichen Nekropole mit Dolmen und Grabstelen vorbei an reichhaltigen Gräbern aus der Ersten Eisenzeit bis zur Grabkirche von Sous-le-Scex und zur Krypta aus dem 8. Jahrhundert, in der sich die Reliquien des Heiligen Theodul befinden. Diese Reise ins Reich der Toten schlägt auch eine Brücke zur Moderne: mit dem Friedhof St-François, der 1852 geweiht wurde. Diese Veranstaltung wird durch eine neue Publikation ergänzt: «Sion, une ville immortelle» ist im Tourismusbüro erhältlich.  

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